VITA

Ich wurde als zweites Kind am 16.07.1982 von Gudrun und Bernd Greipel in Rostock geboren.
Aufgewachsen bin ich gemeinsam mit meiner Schwester Claudia in Kritzmow (Vorort von Rostock).
Im Alter von 10 Jahren bin ich zum Radsport gekommen, da ich großes Interesse am Sport hatte.
Meinen Einstieg in den Radsport hatte ich durch den PSV Rostock gefunden.
Der PSV Rostock suchte damals nach jungen Nachwuchsfahrern. Bei meinem damaligen Trainer
und jetzigen Freund Peter Sager hatte ich mein erstes Training auf der Aschenbahn gemacht.
Da es Winter war, musste ich 2 km laufen, wobei ich alle anderen Kinder einmal überrundet habe.
Peter Sager meinte dann nur, dass ich wieder kommen solle und aus mir ein Radfahrer gemacht wird.
Ich habe nie den Spaß am Radfahren verloren und die damaligen Sponsoren haben uns immer unterstützt
und uns die ganzen Fahrten in Deutschland ermöglicht. Im Jahr 2002 bin ich dann zum U23 TEAG Team Köstritzer gewechselt
und bestritt weitere hochklassige Rennen. Zum gleichen Zeitpunkt hatte ich auch eine Ausbildung zum Bürokaufmann begonnen,
dort lernte ich meine Frau Tina kennen. Die Jahre im U23 Bereich waren für mich persönlich erfolgreich, aber nicht immer einfach.
Es war ein Spagat zwischen Köstritzer, der Nationalmannschaft, der Ausbildung und meinem Training.
In meinem letzten U23 Jahr erblickte dann unser Sonnenschein Anna Sophie das Licht Welt, das war der schönste Tag meines Lebens.
Von diesem Tag an wusste ich, das ich sehr gut sein musste, ich hatte ab sofort Verantwortung für eine Familie.
2005 kam ich zum Team Wiesenhof. In meinem ersten Profijahr war alles sehr spannend und ich merkte schnell,
dass ich noch viel lernen musste, um erfolgreich zu sein. In diesem Jahr gewann ich eine Etappe bei der Dänemark Rundfahrt
und das Sprinttrikot bei der Rheinland-Pfalz Rundfahrt und ich unterschrieb meinen Vertrag
beim Team T-Mobile und damit ist mein größter Traum wahr geworden
ich war in der Champions League des Radsports angekommen.

»Ich wollte stets der Beste sein.
Dabei spielte es keine Rolle,
ob es um Basketball oder Laufen ging.
Ich wollte einfach der Beste sein.«

André Greipel

SPORTLICHE VITA

Im TEAG Team Köstritzer gehörte ich zu den erfolgreichsten Rennfahrern.
Nach zwei Deutschen Meistertiteln im Juniorenbereich, präsentierte ich mich besonders bei Rundfahrten.
Bei der Thüringen-Rundfahrt der U23 in 2002 habe ich das Sprinttrikot gewonnen und dies gelang mir,
ebenso beim GP Tell. 
2003 gewann ich mit Teamunterstützung das U23-Rennen Rund um Köln,
war Etappensieger bei der Thüringen-Rundfahrt und der Tour de Berlin und gewann das U23-Weltcuprennen in Waregem.
2004 erzielte ich vier Etappensiege bei internationalen Rundfahrten. 2005 kam ein Etappensieg bei der Dänemark-Rundfahrt hinzu.
Ich wechselte 2006 zum T-Mobile-Team, mit dem ich zwei Etappenerfolge bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt feiern konnte.
M
einen bis dahin größten internationalen Erfolg feierte ich bei der Vuelta a España 2006, bei der ich mich im Sprint der 6. Etappe nur dem Norweger
Thor Hushovd geschlagen geben musste. Bei der Tour Down Under 2008 gewann
ich vier Etappen und das Auftaktkriterium der Rundfahrt.
Damit sicherte
sich unser damaliges Team mit mir auf Position eins den Sieg in der Gesamtwertung. Nachfolgend war ich der erste Spitzenreiter der Einzelwertung der UCI ProTour. Das Führungstrikot der UCI ProTour konnte ich bis zum Amstel Gold Race im April verteidigen. Im Endklassement dieser Saison belegte ich knapp hinter Roman Kreuziger den fünften Platz in der FahrerwertungDer Etappensieg am 1. September 2009 auf der 4. Etappe der Vuelta a España, gelang mir obwohl bei einem Massensturz  fast alle Fahrer bis auf die sieben Ersten stürzten.
Nach dem Ruhetag gewann
ich auch die 5. Etappe der Vuelta am 3. September 2009, als unser Team sich im Massensprint durchsetzte.
Durch d
iesen Etappensieg stand ich am Folgetag im Goldtrikot des Gesamtführenden am Start. Am 15. September gewann ich dann die 16. Etappe der Vuelta.
In
2010 gewann ich die Gesamtwertung der Tour Down Under und auch drei Etappen dank meines funktionierenden Teams.
Im Februar feierte
n wir Etappensiege bei kleineren Rennen. Im April holte das Team und ich fünf Etappenerfolge und das Sprinttrikot der Türkei-Rundfahrt.
Im Mai gewann
ich die 18. Etappe des Giro d’Italia im Sprint. Im August desselben Jahres kamen jeweils zwei Etappensiege der
Tour de Pologne und der Eneco-Tour
dazu . In der Saison 2010 standen auf meinem Saisonkonto 21 Punkte.
Das Sportmanagement vom HTC-Columbia nominierte mich 2010 nicht für den Klassiker Mailand-San Remo
und nicht für die Tour de France. Daher wechselte ich für die Saison 2011 zum Omega Pharma-Lotto Team,
wo
ich als Sprintkapitän Verantwortung übernehmen konnte. Im Jahr 2011 folge der erste Start bei der
Tour de France
und am 12. Juli 2011 gewann ich die 10. Etappe vor Mark Cavendish im Sprint.
Im Straßenrennen der Straßen-Weltmeisterschaft  am 25. September
2011 in Kopenhagen
kam es zur
Sprintentscheidung und ich konnte für Deutschland die Bronzemedaille gewinnen.
Bei der Tour de France 2012
kamen drei Etappen on top und mehrfach Gänsehaut.